Banner Viadrina

Grenzen, Kriege und Kongresse. Die Aushandlung staatlicher Neuordnung in Ostmitteleuropa aus dem Erbe der Imperien 1917-1923

Projektleitung: Prof. Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast und Dr. Frank Grelka
> Projektseite auf der Digital Platform B/order Studies des Viadrina Center B/orders in Motion

Ein Europa der Nationalstaaten war in Ostmitteleuropa 1918 ohne jegliche Präzedenz und keineswegs alternativlos. Ob und welche Nationalstaaten in welcher Gestalt bestehen würden, war ein Spiel mit offenem Ausgang. Das Projekt untersucht in drei miteinander verschränkten Einzelprojekten das Zusammenspiel von internationaler Diplomatie, militärischer Herrschaftspraxis vor Ort und Raumvorstellungen bei der Ziehung, Verschiebung und Legitimation von Staatsgrenzen in Ostmitteleuropa.

Die Betrachtung der Ereignisse aus drei kollektiven Akteursperspektiven und ihre Konzeptualisierung als ein ergebnisoffener Prozess ermöglichen eine Neubestimmung von Kriegs-, Nachkriegs- und Zwischenkriegszeit sowie eine praxeologische Dekonstruktion wirkmächtiger Konzepte wie „Mittel-, Zwischen- und Zentraleuropa“. Die Konstituierung von Wissen über Grenzen und staatliche Ordnung wird durch ein praxeologisches Theoriekonzept rekonstruiert, das wechselseitige Beeinflussungen und Rückkopplungen betont.

Ergebnisse und Materialien aller Einzelprojekte werden in Form von digitalisierten Quellen und Visualisierungen von “Mental Maps” der Forschungswelt zugänglich gemacht.

Beteiligte Professuren der Europa-Universität Viadrina:

  • Professur und Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien (ZIP), Prof. Dr. Dagmara Jajeśniak-Quast
  • Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration, Prof. Dr. Kersting Schoor