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Anna Jagielska

Studenten nach ihrem Abschluß in Roben ©Heide Fest
Thema der Promotion:
Weiblichkeitsdiskurs in vatikanischen Verlautbarungen (1880-2015)

Im Zentrum dieses diskursanalytischen Forschungsvorhabens steht die Frage, wie das Frauenbild in den vom Apostolischen Stuhl erlassenen Dokumenten (z.B. Enzykliken, Ansprachen, Botschaften) im Zeitraum 1880–2016 diskursiv hergestellt wurde. Die zugehörigen Forschungsfragen lauten: Welche Denkvoraussetzungen bestimmen die Thematisierung der Weiblichkeit in lehramtlichen Texten? Welche Eigenschaften, Handlungsspielräume und angemessene Haltungen den Frauen zugeschreiben? Wie werden die normativen Rollenfestlegungen legitimiert und in die soziale Wirklichkeit hineinkonstruiert?

Biografische Angaben: M.A., geb. 1988, Studium der Germanistik mit Auszeichnung an der Jagiellonen-Universität Krakau (2007–2012). Seit 2012 Doktorandin am Lehrstuhl für Deutsch-Polnische Kultur- und Literaturbeziehungen und Gender Studies sowie am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung. Forschungsstipendien an der Universität Wien (2010–2011) und am King’s College London (2016).

Forschungsschwerpunkte: Diskursanalyse, Feministische Theologie
Betreuerin: Prof. Dr. Bożena Chołuj

Veröffentlichungen:

  • “The Ideology of Gender Presents a Threat Worse than Nazism and Communism Combined.” Polish Catholic Discourse on Gender Equality in the Face of Social and Cultural Changes in Poland, [in:] Post-1945 Poland: Modernities, Transformations and Evolving Identities, Oxford: POMP 2016, S.79–87.

  • Wo steht die Feministische Theologie? Ein kritisches Resümee der bisherigen Entwicklung in Deutschland und in Polen, [in:] Aleksandra Chylewska-Tölle, Alexander Tölle (Hg.), Religion im transnationalen Raum – Transnationalität im religiösen Raum. Raumbezogene, literarische und theologische Grenzerfahrungen aus deutscher und polnischer Perspektive, Wissenschaftliche Reihe des Collegium Polonicum, Bd. 23, Berlin: Logos 2014, S. 277–288.