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Karolina Wróblewska

Studenten nach ihrem Abschluß in Roben ©Heide Fest
Thema der Promotion:
"Die rechtliche Stellung des biologischen Vaters im Lichte der Zuordnungsregeln - eine rechtsvergleichende Untersuchung zum deutschen und polnischen Abstammungsrecht"

Die rechtliche Zuordnung des Kindes zu seinen Eltern ist von entscheidender Bedeutung sowohl im Privatrecht als auch im öffentlichen Recht. Sie begründet  unter anderem Sorge- Umgangs-, Namensrecht und wirkt sich auf das Steuer-und Sozialrecht aus. Darüber hinaus bestimmt die Feststellung der Mutterschaft und Vaterschaft den Personenstand jedes Menschen. Aus diesen Gründen ist die Vereinbarkeit der rechtlich festgesetzten Verwandtschaft mit der biologischen Wahrheit erfordert.

Bei der Bestimmung der Vaterschaft behilft sich das Familienrecht mit den gesetzlichen Zuordnungstatbeständen: Vermutung der Vaterschaft des Ehemannes, Anerkennung und gerichtliche Feststellung der Vaterschaft. Insbesondere in zwei ersten Fällen kann es vorkommen, dass die biologische und rechtliche Vaterschaft auseinanderfallen. Vor diesem Hintergrund taucht unter anderem die Frage nach den Rechten des leiblichen Vaters auf.

Gegenstand der Dissertation ist die Untersuchung der rechtlichen Position des biologischen Vaters in deutschem und polnischem Recht. Dabei soll auf die involvierten Interessen aller Betroffenen eingegangen werden um sie miteinander zu konfrontieren. Der große Nachdruck wird dabei auf Kindeswohl, Elternrechte und Recht auf Kenntnis eigener Abstammung gelegt. Im Anschluss daran wird nach der vorbildlichen rechtlichen Lösungen gesucht.

Biografische Angaben: Doktorandin an der Professur für polnisches und europäisches Privatrecht sowie Rechtsvergleichung an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder); Bachelor and Master of German and Polish Law an der EUV (2010 & 2011); Magister des polnischen Rechts an der Adam-Mickiewicz Universität in Poznań (2011), Zulassungsprüfung zum Referendariat (2011)

Fachbereich: Rechtswissenschaft