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Jonas Grygier

Grygier ©Privat
Thema der Promotion:
"Die Umsetzung von (neuer) Ordnung - Die soziale Praxis lokaler Verwaltung unter Bedingungen sozialistischer Staatlichkeit in der Volksrepublik Polen am Beispiel der Wojewodschaft Breslau (1953-1973)"

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich anhand der Wojewodschaft Breslau (später Niederschlesien) die soziale Praxis von Verwaltung in der Volksrepublik Polen für den Zeitraum 1953-1973. Es wird der Frage nachgegangen, welchen Anteil lokale und regionale Verwaltungsinstanzen bei der Umsetzung Sozialistischer Staatlichkeit hatten? Die Arbeit widmet sich also dem Spannungsfeld zentralstaatlicher Vorgaben, regionaler Eigeninteressen und der Machtausübung in Staaten sowjetischen Typs. Sie leistet damit einen Beitrag zur geschichtswissenschaftlichen Forschungsdebatte über das Verhältnis von diktatorisch-zentralistischen Strukturen und eigendynamischen bzw. eigen-sinnigen Entwicklungen in staatlichen und gesellschaftlichen Subsystemen in Staaten sowjetischen Typs.

Von Februar 2010 bis Juli 2010 Parlamentsstipendiat des Sejms im Rahmen des internationalen Parlamentsprogrammes. Danach Mitarbeiter im Polnischen Institut Berlin und deutsch-polnische Projektmitarbeit (KOWA-MV). Von 2002 bis 2010 Magisterstudium der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Greifswald und Posen. Magisterarbeit (gefördert vom DAAD) zum Thema „Die deutsche Minderheit in Polen aus administrativer Sicht. Eine Fallstudien zum Landkreis Neutomischel (Nowy Tomyśl) 1919 – 1939“ (ausgezeichnet mit dem wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen).

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Betreuer: Prof. Dr. Werner Benecke